Wie das Spiel funktioniert und wer zur Spielentscheidung beiträgt

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 Wie das Spiel funktioniert und wer zur Spielentscheidung beiträgt

 

Ich fasse ein “heißes Eisen” an, das ist mir bewußt. Ich glaube aber auch fest, dass ich bei weitem nicht die Einzige bin, die sich ihre Gedanken (im Stillen) dazu macht.

Bei mir kam der Punkt wo ich mir, als ich um die dreißig Jahre herum war, Sinnfragen gestellt habe. Die vielen ‚Warums‘ haben zu Beginn zu nichts anderem geführt als dumpfer Angst, weil ich keine Antworten wusste. Was passiert wenn ich sterbe? Wie fühlt sich ewig tot sein an? Warum bin ich hier? Warum sind die Menschen so? Was sind meine Aufgaben? Warum diese Schicksalsschläge? Warum gibt es kein Ende von Gewalt und Elend?

Ist es manchmal nicht eher eine Bürde einen freien Geist zu haben, der sich doch nur im Kreis dreht? Gehört das zum Spiel des Lebens dazu? Bei allem was auf der Welt tagtäglich geschieht ist manches nur schwer zu ertragen. Ich fordere Gerechtigkeit und habe selbst Schwierigkeiten mit Gerechtigkeit. Wie sieht überhaupt ein gerechtes Leben aus?

Ich habe eine Theorie, es ist meine Theorie. Bis jetzt hält diese Theorie aber jedem Test stand. Ob sie stimmt? Ich glaube es, damit der innere Frieden einkehren kann. Bei all den klugen Zitaten, Sprüche und Lebensweisheiten, habe ich immer ein “ja aber” gefunden. Daher mag es sein, dass es hier genauso ist wie beim Ziel ein reiches Leben zu führen, bei dem es nicht viel zu bereuen gibt. Die Wege ein solches Leben zu leben sind vielschichtig, das Ziel nicht.

 

 

Was wäre wenn…

wir nicht nur einmal leben und unsere Leben der sich selbst erfüllenden Prophezeihung dienen? (Nur einmal zu leben wäre sowieso eine Verschwendung von Ressourcen. Die ganze komplexe Biochemie, die Synergien unserer Mutter Erde und dem Universum, alle Gegensätze, die doch zusammen eine Einheit bilden – wie Ying und Yang, der Kreislauf von werden und vergehen…)

Okay, also los. Meine so genannte Seele ist unendlich und ewig, reine Energie. Der Geist der Schöpfung steckt in jedem und allem. Der Körper ist die äußere Hülle, die uns das Leben, so wie du und ich es kennen, erlebbar macht. Das Fühlen und Empfinden erlaubt uns Erfahrungen einzuordnen und zu bewerten. Wollen wir mehr davon oder nicht. Unser Denken (das Gehirn) ist das, was uns an die Hand gegeben wurde um jeden Tag zu verarbeiten und wie in einer großen Datenbank zu speichern. In unserer “geistige Heimat”, von wo wir ja herkommen (sollen), brauchen wir das meiste nicht, weil wir dort auf einer wesentlich höher schwingenden Energiebasis existieren. Deswegen bewegen wir uns da “leichtfüßig” und können uns in Gedankenschnelle verändern. So erleben wir es ja in unseren Träumen. Wir trampeln nicht wie Elefanten durch unsere Träume, sondern schweben eher, selbst bei Albträumen.

Um dieses Erdenleben zu leben, haben wir mit der Geburt fast alles vergessen, was wir aus der geistigen Heimat kennen. Das Energielevel ist stark herunter gesetzt, das ist wichtig damit sich Dinge hier manifestieren können. Die, die in ihrem Leben die harten, strengen oder grausamen Zeiten erlebt haben, konnten solche Erfahrungen nur machen, weil andere Seelen dabei mitgewirkt haben. (So auch bei den guten Sachen). Gutes und Schlechtes sind notwendig, damit wir den Unterschied erkennen und anders handeln. Es ist nicht das Ziel Leid und Schmerz immer wieder zu erleben. Mit einer einzigen Ausnahme, ich habe mich vor der Geburt dafür entschieden. Dann wird es erst beendet, wenn es ausreichend erlebt wurde. Die Einsicht dafür ist wichtig. Und dass wir lernen uns zu verantworten. Schuld ist nur ein Stigma, Verantwortung zu  übernehmen ist befreiend. Und dann gibt es die Seelen, die eine “Seele von Mensch” sind. Die Anderen helfen, Ideen und Lösungen anbieten oder still im Verborgenen arbeiten. Menschen, die Vorbilder sind und zeigen wie ein friedvolles Miteinander funktionieren kann. Wie wir Widerstände und Grenzen überwinden. Sie leben ihre Talente und Fähigkeiten und schaffen mit ihrer positiven Energie eine Balance. Mit ihnen entsteht Fortschritt und vor allem Kreativität. Durch ständige Verschiebungen der beiden Bereiche “gut” und “schlecht”, verschieben sich auch die Erfahrungen. Wir alle haben bereits gute und schlechte Erfahrungen gespeichert, nur so funktioniert unser Leben …es ist ein ewiger Kreislauf…

 

Wie läuft es jetzt in unserer Gesellschaft?

Angst ist ein Machtmittel. Ein Mittel zum Zweck. 

Die Machthaber steuern mit sämtlichen Tricks und Kniffen um die Masse wie eine Viehherde lenken und leiten zu können. Es geht nicht mehr um das Allgemeinwohl. Es geht um Ausgrenzung. Wir leben in Gesellschaftsschichten und sind zu Figuren in ihrem Spiel geworden.

Ein Spiel wird normalerweise mit mehreren Mitspielen zu aufgestellten Regeln gespielt. Spielentscheider sind einerseits die, die die Regeln aufgestellt haben oder sie im Laufe des Spiels ändern und andererseits die Spieler selber. Das kennen wir aus der Kindheit, wenn es für die einen nicht so gut lief, dann sollten die Regeln geändert werden. Streit und Klärung waren die Folge. Das war einfach und überschaubar. Entweder es gab eine Einigung und das Spiel wurde fortgesetzt oder es endete abrupt. Zu einem späteren Zeitpunkt konnte es neu gespielt werden und man hatte wieder Freude daran. Die Essenz war Freude und Vergnügen.

Wenn es sich jedoch um ein sehr viel größer angelegtes Spiel handelt und die Regeln viel feiner und subtiler gesponnen werden, dann ist es schon deutlich schwieriger sich zu wehren, wenn es unfair verläuft. Und je länger ein Spiel läuft, ohne dass es grundlegend verbessert wird, umso unüberschaubarer wird es. Das ist gewollt, mit voller Absicht. Die Essenz hier ist Manipulation und Profit auf Kosten anerer.

Neue Fragen tauchen auf. Wer kann die Regeln ändern? Wem nützt das Spiel?

Denen, die das Sagen haben wollen natürlich. Wir haben ein Verhältnis von ca. 80% zu 20%, das will sagen, dass die breite Masse für das Wohl und Wehe aller zuständig ist, während der kleine Prozentsatz nur Nutzniesser und Drahtzieher ist. Die 80% setzen sich zusammen aus Arbeitern, Angestellten, Klein- und Mittelständischen Unternehmen sowie Rentnern und Sozialhilfeempfängern. Die restlichen 20% sind die, die an der Spitze von globalen Konzernen aus Industrie und Wirtschaft stehen. Die Politik ist ein kleiner Nebenzweig davon.

Seit der Mensch in Höhlen lebte hat sich die Art der Pyramiden-Rangordnung im Kleinen als gut für den Fortbestand der Gemeinschaft herauskristallisiert. Allerdings ging es früher immer darum, dass es allen gut gehen mußte. Nur so ließ sich das Überleben sichern. Wer das Talent hatte eine Gruppe zu lenken und zu leiten, der wurde gemeinschaftlich zum Anführer gewählt. Andere, die Fähigkeiten hatten, wie Jagen, Feuer machen, Kleidung nähen etc., wurden als “Experten” betrachtet und mit diesen Aufgaben vorzugsweise betraut. Und wieder andere konnten viele kleine Dinge gut und haben sich darum gekümmert. Anerkannt wurden sie alle, weil jeder einzelne wusste, was alle zum Gemeinwohl beitragen. Es war kein Grund für Neid und Mißgunst da.

Uns hat man beigebracht, dass ein Spiel nur so richtig für gute Stimmung sorgt, wenn während des Ablaufes überraschende Sachen eintreten. Wenn der vermeintliche Sieger kurz vor dem Ziel mit unlauteren Mitteln ausgebotet wird und ein anderer das Rennen macht, ist Häme sicher. Wenn saubere, ehrliche Arbeit nicht genug Profit abwirft, zeigen dynamische und aalglatte Tpen wie es im Geschäft richtig läuft.

Die heutige Gesellschaft suggeriert uns immer wieder, dass Ellenbogen wichtiger sind als Anstand, Betrug wichtiger ist als Ehrlichkeit und Killerinstinkt wichtiger ist als Respekt. In den Medien und im Alltag erhalten wir eine konstante Berieselung, die sich in unserem Denken verankern soll. Entweder top oder flopp. Und wer sich damit schwer tut, den Anstand und die Würde nicht zu verlieren, darf sich zu den Loosern gesellen.

Wie kann ich aus dem Spiel aussteigen? Wie kann ich es verändern? (In unseren Seelenplänen geht es immer um Veränderung, Erneuerung und Wachstum).

Das ist so einfach, dass wir es nicht glauben wollen und uns lieber damit beschäftigen “den Haken an der Sache zu suchen”. So wie in der Kindheit – aufhören und beenden! So spiel ich nicht mehr mit. Es geht zu sehr auf meine Kosten. Und die antrainierte Furcht? Was wird jetzt? Wie geht es weiter für mich? Kann überwunden werden, weil wir offensichtlich übersehen, dass ohne Spielkameraden bzw. Spielfiguren das Spiel für die anderen nicht mehr spielbar ist. Für jeden Einzelnen, der ein Aussteiger wird, ein Gewinn. Die Seele frohlockt.

Wir haben Menschen im Hier und Heute, die es vorleben. Natürlich erscheinen sie nur selten in den Medien und noch weniger auf Seite eins. Manche sind solche Größen, dass wir glauben, so etwas niemals erreichen zu können. Die Menschen, die ihren Pfad quasi im Verborgenen gesucht, gefunden und gegangen sind, sind die, die uns zeigen können wie es geht. Das kann die Würze in unserem neuen Spiel sein und damit werden wir zu Spielentscheidern. Die Generation 50plus hat doch nicht wirklich etwas zu verlieren. Es wird sowieso konstant versucht uns “in Abseits zu stellen”. Wir haben Wissen, wir verfügen über Können und wir sind da! Was hindert uns moderne Pfadfinder zu werden und “role models” (Vorbilder) für die nachfolgenden Generationen zu sein? Den „Mächtigen“ ein wenig die Suppe versalzen und allen beteiligten Seelen wertvolle Erinnerungen schenken.

 

Fragen, die sich der geschätzte Leser/Zuhörer stellen mag:

 

Welche Persönlichkeiten waren ihrer Zeit weit voraus?

Welche Sinnfragen beschäftigen mich?

Wie finde ich moderne Pfadfinder, die das Spiel nicht mehr mitspielen?

Wenn Geld/Zeit/Umfeld keine Rolle spielen würde, was würde ich gerne probieren?

Wo kann ich in kleinen Schritte (m)ein Pfadfindertum ausprobieren?

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