Wer oder was sind Persönlichkeiten und was zeichnet sie aus?

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  Wer oder was sind Persönlichkeiten und was zeichnet sie aus?

Jeder kennt sie und manchmal sagen wir auch ganz ehrfürchtig “Wow, was für eine Persönlichkeit”. Damit ist eine Person gemeint, die uns auf eine bestimmte Art beeindruckt hat. Sei es das soziale Engagement oder eine große sportliche Leistung, eben etwas, was wir nicht aufzuweisen haben. Und damit schneiden wir die wichtigste Person von all den schillernden Menschen ab – uns selbst.

“Ach, na ja, was haben “die kleinen Leute” denn schon Besonderes an sich? Sie gehen arbeiten, versorgen Haushalt und Familie, fahren ab und zu in Urlaub und gönnen sich hier und da ein Vergnügen. Aber das ist ja nichts was andere beeindruckt.”

Und da sind wir schon bei unserem wunden Punkt. Gerne würden wir auch mal bewundert werden, im Rampenlicht stehen und wir träumen von einem Leben in Luxus, wo Geld haben keine Rolle spielt. Und die, die jetzt sagen, quatsch so ein Blödsinn, das brauche ich nicht, die frage ich direkt, wann hast du deine Träume aufgegeben? JEDER von uns hatte eine Wunschvorstellung was wir einmal beruflich und privat machen wollten, wenn wir erst erwachsen wären.

In der Außenwelt wurde uns gerne und kontinuierlich erklärt was Persönlichkeiten sind. Die haben was Großes geleistet, sind aufgefallen und haben die Welt nachhaltig verändert. Ist das so richtig? Korrekt ist, dass diese Menschen sich von ihren Träumen und Visionen nicht haben abbringen lassen. Es hat bei vielen sehr lange gedauert und es brauchte auch Umwege bis sie am Ziel waren. Wahrscheinlich haben sie sich nur in zwei Dingen von uns unterschieden: Mut und Ausdauer.

Es sind doch vielmehr so genannte Vorreiter gewesen, die eine Richtungsänderung in der Denkstruktur bewirkt haben. Und dafür mußten sie auch nicht selten an anderer Stelle drauf zahlen. Entweder bei den persönlichen Beziehungen, mit Krankheit oder dem frühen Tod oder Armut und Häme. Alle Genies und Visionäre waren wie Getriebene, die nicht anders konnten, als ihren Ideen zu folgen, egal was geschah. Über die wurde gesprochen, sie schafften es zum Teil bis in die Geschichtsbücher der Schulen und Universitäten.

Die breite Masse lebt ein eher unbeachtetes Leben. Bei genauerer Betrachtung ist es aber “gar nicht so ohne”. Die Menschen, die im Arbeiter oder Angestelltenverhältnis tätig sind, sorgen für einen reibungslosen Ablauf des Wirtschaftslebens. Sie sind es, die die Hauptlast der Steuern zahlen und den Konsum ankurbeln. Dreiviertel der Bevölkerung sorgt dafür, dass ein Viertel der Mutigen und Kreativen ihre Pläne umsetzen können. Es ist bedauerlich, dass das eine Viertel so viel hofiert wird aber wie ein Redakteur neulich im Radio gesagt hat, wir können nicht schreiben, dass jeden Tag tausende von Flugzeugen sicher landen oder hunderttausende von Schülern sicher zur Schule und wieder zurück nach Hause kommen. Ja, schade eigentlich! Warum auch immer das nicht wenigstens ab und zu mal eine Zeile wert wäre, läßt sich nur schwer nachvollziehen.

 

 

Lange Rede kurzer Sinn. JEDER von uns ist eine Persönlichkeit. Es sagt nämlich nichts anderes, als dass wir als Individuums einmalig sind. Es gibt uns nur einmal! Ähnlichkeiten ja aber in der Gänze nur EINMAL. Ich bin, nebenbei bemerkt, auch davon überzeugt, dass das Klonen das Naturprinzip nicht aufhebt. Das Leben findet immer einen Weg sich einmalig darzustellen.

Von Daher dürfen wir uns bewundernd selber betrachten und als die Persönlichkeit wahrnehmen, die wir sind. Und wer das immer noch nicht glauben möchte, der überlege bitte in Ruhe, was sein tägliches Pensum ist. Was er zusätzlich zur Arbeit im Betrieb oder Büro noch macht. Wir leben unser Leben mit den Facetten, die wir uns ausgesucht haben und wir sind frei – absolut frei – immer wieder neue Facetten hinzu zu fügen.

Ein Leben, was im Kreis der Familie und lieben Freunden gelebt wird, ist ein erfülltes Leben. Es bietet Spielraum für Entfaltungsmöglichkeiten im beruflichen sowie im privaten Umfeld. Und wer diesen Menschen schon mal zugehört hat, der ist vielleicht erstaunt was so alles vollbracht wurde. Und kein Wort stand je in einer Zeitung. (Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel).

Wir sind es, die uns in den Stand einer Persönlichkeit heben können, in dem wir bei uns bewußt anerkennen, was wir tagtäglich tun. Die Persönlichkeiten “da draußen” sind nur deshalb in den Medien, weil Menschen, wie du und ich, sie dorthin gebracht haben. Wir haben etwas in ihnen gesehen, was wir vielleicht auch gerne gehabt hätten. Bewunderung heute hat viel damit zu tun. Der Alltag birgt so viele kleine und große Helden, wie zum Beispiel alleinerziehende Mütter, die eine Doppelbelastung wuppen, Menschen, die Erste Hilfe leisten oder Hilfsorganisationen unterstützen, Ehrenamtliche, die ohne Bezahlung für andere da sind und eben auch all die, die ihre Leben meistern ohne Amok laufen zu müssen. Das Zitat der Amerikanischen Größe John Davison Rockefeller “Ich würde lieber ein Prozent aus den Bemühungen von hundert Leuten verdienen, als hundert Prozent meiner eigenen Bemühungen!” zeigt den richtigen Blickwinkel. Die breite Masse einer jeden Bevölkerung ist dafür da und vor allem wichtig, all das zu finanzieren was sich ein Staat als Basis einer Gemeinschaft ausgedacht hat.

Klopf dir ruhig mal auf die Schulter und nicke dir anerkennend zu. Das kleine Rädchen, dass du bist, hat seinen Platz im Zahnradgetriebe. Ohne die vielen, kleinen Rädchen stünde es nämlich genau so still, als wenn ein großes Rad den Dienst versagen würde.

Auf dich, du großartige Persönlichkeit, schön, dass du da bist. Alles Gute weiterhin.

 

Fragen, die der interessierte Leser/Zuhörer sich stellen mag:

Was habe ich bisher geleistet?

Was bewundere ich sehr an den Persönlichkeiten?

Wie kann ich erkennen, dass ich wertvoll und wichtig bin?

Wer hat mich zuletzt gelobt?

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