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Eine mystische Erfahrung – Teil2

Herbst

Die Blätter leuchten, ein letztes Jubilieren,

vor dem Sterben das große zelebrieren,

im Rad des Lebens kommt die Natur zur Ruh

schließt Kraft ins Zentrum und vorn die Augen zu.

 

Des Menschens Streben sich dem zu widersetzen

Das nichtbeachten von kosmischen Gesetzen

Lässt ihn kämpfen, lässt ihn bangen,

sperrt ihn ein, er ist gefangen

 

Gott hat Geduld, er kennt die Glut

Trau dich mein Kind, hab nur den Mut

Die alten Fesseln sanft zu sprengen

Gefühlsgewalt dosiert in Mengen.

 

Das Öffnen der Herzen, das Steigen der Kraft,

im Rhythmus mit allem und voller Saft,

ist Wiedergeburt in Liebe in greifbarer Sicht

und Heimkehr der Seele ins göttliche Licht.

 (©Karin Lieberenz, 10/2019)

Es ist mir wichtig geworden Impulsen zu folgen. Und heute Morgen war der Impuls da ein Gedicht zu schreiben. Das ansteigen der Lebenskraft schafft auch Kreativität. Jeder von uns hat sie, nicht jeder von uns lebt sie. Wie auch? Bis vor wenigen Jahren wusste ich noch nicht einmal von ihrer Existenz. Jedenfalls nicht so!

Wir wurden geprägt nach den Werten oder soll ich besser sagen nach den Ängsten unserer “Altvorderen”. Wer um sein Auskommen, die Sicherheit seiner Familie bangen musste, hatte keinen Raum mehr für Mystik. Außerdem wurde uns das als Blödsinn (blödes im Sinn) ‘verkauft’ und somit kam ein Haken dran.

Interessanterweise ist der Mensch aber wohl doch so geschaffen, dass er sich sehnt. Daß er sucht, fragt und weiter sucht. Und kommt er dann zu dem Punkt an dem er mystische (spirituelle, geistige) Erfahrungen macht, läuft der schreiend davon. Um wieder zurück zu kommen. Einmal einen Blick “hinter die Kulissen” gewagt, ist nichts mehr so wie es war. Die Sehnsucht nach Anbindung, nach Liebe, nach Geborgenheit ist so stark, dass sie nicht mehr zu stoppen ist. (Übrigens sehr gut vergleichbar mit der Geburt eines Kindes).

Es ist ein Prozeß der durchlaufen wird. Ein Kreislauf, der in eine Spirale mündet. Das Öffnen des Herzens, der Glaube an das Gute was es mit uns macht, die Sicherheit im friedvollen geborgen sein, ein Gefühl von nach Hause kommen…

Wer hat schon mal eine Geistgestalt gesehen? Wem wurde die Gnade zuteil eine Berührung mit der Seele eines gerade Verstorbenen gehabt zu haben? Wer hat eine Stimme / Bilder / Gefühle in Kopf und Herz gehabt, die er nicht mehr seinem Verstand zuordnen konnte? Wer durfte eine Nahtoderfahrung erleben? Wem sind Visionen geschenkt worden, die sich dann bewahrheitet haben?

Das geht weit über das hinaus, was unser Verstand und unser Gehirn begreifen können. Dazu gehört es auch das Herz mit einzubeziehen. Das Herz bzw. der obere Bauchraum (abgeleitet zum “Bauchgefühl) sind ein wichtiger Teil, der verbunden gehört. Für das irdische Leben benötigen wir definitiv unseren Kopf aber auch unser Herz bzw. unseren Bauch.

Für die Erweiterung des Horizontes ist es unabdingbar, dass wir dem Geist (Spirit, das engl. Wort) Raum schenken. Und dann bedarf es nur noch der notwendigen Geduld, damit wir alles gesund verankern können. 

Für das Leben auf Mutter Erde brauchen wir zwei starke Beine, deren Füße fest mit dem Boden verwurzelt sind (Halt), einen klaren Verstand zum situativen Abwägen in beruflichen und alltäglichen Belangen (Struktur) und ein offenes Herz für den Kanal nach oben, damit die geistigen Impulse und die Gnade der universellen Liebe durch uns strömen dürfen (Führung). 

Fragen, die sich der geneigte Leser/die geneigte Leserin stellen mag:

Welche Erfahrungen habe ich gemacht und eventuell aus Angst/Sorge verdrängt?

Was könnte es mir helfen, wenn ich die geistige Anbindung suchen würde?

Wie würde sich mein Leben verändern?

Wann wurde mir klar, dass ich schon lange auf der Suche bin?