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Aufgaben und Regeln

Aufgaben und Regeln – aufgeben und regeln

Wann geben wir zu früh auf, wann regeln sich Dinge von alleine? Warum haben wir Aufgaben, brauchen wir sie? Und wie sind Regeln beschaffen? Sind sie nützlich?

Wer aus meiner Generation kommt kennt das Spiel “Teekesselchen”. Ich kann noch nicht einmal sagen, warum es so heißt. Gespielt wird es folgendermaßen: Zwei Personen suchen sich einen Begriff aus, der mehr als eine Bedeutung hat, wie z: B. Bank – nämlich die zum drauf sitzen und die, bei der die Geldgeschäfte getätigt werden. Und dann wurde der Begriff den anderen in der Gruppe, die es erraten mussten, vorgestellt. Bei den Beschreibungen durfte der Ratebegriff – logischerweise – nicht erwähnt werden. Wer zuerst das gesuchte bzw. umschriebene Wort erraten hat, konnte mit einem Partner seiner Wahl die neue Runde starten.

Zwei Dinge waren da wichtig: der Spaß- und der Lernfaktor. Automatisch erhöhte sich der Wortschatz, weil es nicht immer so leicht ist etwas zu umschreiben ohne es direkt zu benennen. Und der Wettkampf, der aber immer noch viel mehr Freude als Neid auslöste. Es gab kein “gut” und kein “schlecht”. Jeder hatte mal die Nase vorn, sozusagen.

Was hat das mit Aufgaben und Regeln zu tun?

Ein Spiel besteht aus einer Aufgaben und enthält Regeln. Das heißt nichts Anderes als dass es ein Gerüst hat ohne das kein Spiel funktionieren würde. Spielerisch lernen wir leichter, das ist nichts Neues. Aber damals war verlieren auch noch keine Schande, es bedeutete nicht Gesichtsverlust. Kein Mobbing, keine Diffamierungen.

Es war einfach nur der Ansporn es beim nächsten Mal besser zu machen. Und wenn jemand längere Zeit erfolglos blieb und die Lust fast schon verloren hatte,  bekam er eine Chance, nur so, um ihn wieder aufzubauen.

Das Spiel, das sich Leben nennt kennt kaum noch Aufgaben und Regeln. Aufgaben werden als lästig und Regeln als nervig empfunden. Sinn und Unsinn haben die Seiten gewechselt. Aufgaben sind nur noch zum delegieren da und Regeln um sie zu brechen. Lassen wir es bitte so – etwas überzogen – stehen. Das kann jeder von uns im Alltag eigenständig überprüfen.

Vielleicht noch eines zur Erklärung. Was Aufgaben und Regeln sind, wie eine Art Teekesselchen… finde die Bedeutung, lerne ihre Synonyme kennen und dann wirst du besser verstehen.

Ach nein, eines doch noch. Aufgeben! Wenn ich die Gabe habe eine Sache zu regeln, dann ist das weggeben (aufgeben) der Lösung tatsächlich keine Option. Mehr davon beim nächsten Blog…

Eine gutes, frohes und gesegnetes 2020 für uns ALLE. 

© 02.01.2020 K.L.

Fragen, die sich der geneigte Leser stellen mag:

  • Wie oft habe ich schon aufgegeben?
  • Welche Aufgaben habe ich gerne erledigt?
  • Was hat mich an Regeln schon immer gestört?
  • Wann bestehe ich auf einhalten von Regeln?
  • Wer hat mir beigebracht was Aufgaben und was Regeln sind?